Im Kanton Luzern leben mehr Schweine als Menschen.
Warum sehen wir kaum eines? Weil die meisten dieser intelligenten
und sensiblen Wesen in den vielen kleinen und grossen Tierfabriken
(irreführend und verharmlosend auch Schweine-„Scheunen“ genannt)
lebenslänglich eingesperrt sind. Fixiert in gerade körpergrossen
Käfigen, den sog. Kastenständen, oder in engen Buchten
zusammengepfercht, vegetieren viele Schweine Tag für Tag
auf Spaltenböden im eigenen Kot und Urin dahin. Sie fühlen
weder Sonne noch Wind, sehen keinen Grashalm, wühlen und
tollen auf keiner Wiese. Auch die Schweiz macht hier trotz
Tierschutzgesetz leider keine Ausnahme. Menschen in
vergleichbar frustrierenden Situationen entwickeln gravierende
Verhaltensstörungen. So auch das Schwein: stereotype Bewegungsabläufe
wie Kopfschaukeln, grundlose Kaubewegungen, Stangen-Beissen
und sogar gegenseitiges Befressen (Kannibalismus) zeugen davon.
Die heute übliche Schweine-„Produktion“ gehört
mit zu den grausamsten und dunkelsten Kapiteln der Mensch-Tier-Beziehung.
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